Maschine gegen Mensch

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Es mag den Anschein haben, maschinelle Übersetzungen seien eine neue Errungenschaft unserer Zeit, tatsächlich aber steht diese Übersetzungstechnik bereits seit 58 Jahren zur Verfügung. Wissenschaftler von IBM und der Universität Georgetown begannen 1954 mit der Entwicklung einer automatischen Übersetzungshilfe vom Russischen ins Englische, wobei die Anwender mühsam Nachrichten in Karten stanzten.

Heute liefern Tools wie Google Translate blitzschnelle Übersetzungsergebnisse und decken hunderte von Sprachkombinationen ab. Aber trotz des Optimismus, der unter den Wissenschaftlern von damals herrschte, ist ein Übersetzer aus Fleisch und Blut durch nichts zu ersetzen.

Eines der Probleme bei Übersetzungen, die von einem Computer angefertigt wurden, ist die zu wörtliche Übersetzung. Im Gegensatz zu Übersetzungen, die von einem Menschen vorgenommen werden, kann der Computer weder den Inhalt noch dessen Bedeutung erfassen und mehrfache Definitionen nicht unterscheiden. Sie können auch versagen, wenn bestimmte Ausdrucksweisen und Redewendungen ins Spiel kommen.

Wenn man beispielsweise auf einen guten Ausgang hofft, kreuzt man im Englischen die Finger, während man im Deutschen die Daumen drückt. Wenn einem Italiener wortwörtlich eine Fliege auf der Nase herumtanzt, bedeutet das sprichwörtlich, dass er verärgert ist.

Übersetzer aus Fleisch und Blut sind in der Lage, komplexe kulturelle Zusammenhänge zu übertragen. Englischen Muttersprachlern fällt es häufig schwer zu entscheiden, wann man im Französischen seine Mitmenschen in der Anrede duzt oder besser siezt. Wenn man aus dem Japanischen richtig übertragen will, stößt man auf noch größere Schwierigkeiten. Wer in der Geschäftssprache kommunizieren will, muss verschiedene Verbformen beherrschen, um höflich zu sein und den gewünschten Respekt an den Tag zu legen.

Sprache ist kein festes Gebilde. Sie entwickelt sich ständig weiter. Muttersprachler prägen ihre Sprache oder ändern deren Bedeutung.  Generation um Generation entstehen neue Wörter, die die Zeichen unserer Zeit widerspiegeln. Wer beispielsweise früher recherchiert hat, googelt heute und auch das Anrufen hat eine neue Form gefunden – das Anskypen.

Fehler entstehen besonders häufig, wenn sich die Sprachen in Kultur und Mentalität stark voneinander unterscheiden. Maschinelle Übersetzungen scheitern im Russischen häufig an den für diese Sprache typischen Wortzusätzen oder im Japanischen an dem speziellen Satzbau.

Natürlich wollen wir damit nicht sagen, dass maschinelle Übersetzungen absolut nutzlos sind. Der Forschungsgruppenleiter Ashish Venugopal von Google Translate erklärt, dass das Tool eine „80 prozentige Lösung“ anbieten soll, die einen Überblick über den Inhalt des fremdsprachigen Texts vermittelt. Sein Beispiel: Auf diese Weise kann man die wichtigsten Aussagen einer politischen Rede erfassen, aber keine druckreife Version erstellen.

Unser PEMT-Service - das Nachbearbeiten von maschinell übersetzten Texten - stellt eine präzise und kostengünstige Lösung zur Übersetzung von umfangreichen Dokumenten dar. Die Software übersetzt blitzschnell tausende von Wörtern, die anschließend von einem Fachübersetzer auf Fehler überprüft werden.

Ganz sicher werden Wissenschaftler unermüdlich an der Verbesserung und Weiterentwicklung dieser Tools arbeiten.  Aber wir glauben fest daran, dass Übersetzer aus Fleisch und Blut auch in Zukunft nicht zu ersetzen sein werden. Wie denken Sie darüber? Wir freuen uns über Ihre Meinung.

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