Warum um mehrsprachige Social-Media-Übersetzungen kümmern?
posted Mon, 2012-01-16 20:55 by
Die meisten Unternehmen gehen den einfachen Weg: Sie beschäftigen sich erst gar nicht mit dem Thema. Doch das könnte ein Fehler sein. Die Sozialen Medien - oder Social Media - werden als wichtiger Bestandteil vieler Marketing-Kampagnen gehandelt. Zugleich verliert die englische Sprache bei Facebook und Twitter immer mehr an Bedeutung.
Über mehrsprachige Übersetzungen von Social-Media-Feeds erreicht man ein enormes Publikum. Zudem ist das eine praktische Methode, um mit Kunden in Ländern, in denen Sie eine Website betreiben, in Kontakt zu treten, ohne dass Sie dazu tatsächlich vor Ort sein müssen.
Letzte Woche startete Twitter eine neue Version in schwedischer Sprache, nachdem Tausende von Freiwilligen mithilfe von Crowdsourcing eine Übersetzung anfertigten. Mittlerweile stehen 21 Sprachen zur Verfügung. Doch das wird der Vielfalt seiner 300 Millionen Nutzer, die in sehr viel mehr Sprachen Twittern, nicht gerecht. Heute wird noch nicht einmal mehr die Hälfte aller Tweets in Englisch gepostet.
Es gibt klare Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Eine Facebook-Studie aus dem Jahr 2010 zeigt, dass die Anzahl der portugiesischsprachigen Nutzer dreimal so schnell anstieg wie die der englischsprachigen Nutzer. Und es mag überraschen, dass Indonesien die Nation ist, die am angeregtesten twittert. Diese ansprechende Illustration zeigt, wie die weltweite Nutzung aussieht.
Wie wirkt sich diese Entwicklung auf das Social-Media-Marketing aus? Die meisten Nutzer mögen es überhaupt nicht, sich durch eine Sprache durchzukämpfen, die sie nicht richtig verstehen. Für Unternehmen, die Marketing bereits im Ausland betreiben, bietet die Übersetzung von Social-Media-Feeds eine willkommene Möglichkeit, Neuigkeiten zu verbreiten, die eigene Marke aufzubauen und mit den Kunden in Kontakt zu treten.
Mehrsprachige Übersetzungen können bestehende Websites und Marketing-Kampagnen unterstützen. Das fördert auch die Position beim Suchmaschinenranking, da Google mittlerweile Social-Media-Links berücksichtigt. Und da erst wenige internationale Unternehmen diese Vorteile nutzen, ist es eine gute Möglichkeit, sich aus dem Mittelfeld erfolgreich abzusetzen.
Ohne Goldene Regeln geht es natürlich nicht. Einzelne Webseiten oder Feeds sollten für den jeweiligen Markt erstellt werden, denn wenn beispielsweise ein Twitter-Account mal in der einen und mal in der anderen Sprache berichtet, verunsichert das die Nutzer. Ein weiteres überzeugendes Argument ist die Lokalisierung. Ein muttersprachlicher Social-Media-Manager sorgt für relevante und schnelle Updates und berücksichtigt die kulturellen Gegebenheiten des Ziellandes.
Man sollte aber auch andere Social-Media-Plattformen wie Mixi in Japan oder Orkut in Brasilien nicht vernachlässigen. Der Aufwand mag auf den ersten Blick immens wirken, aber Hunderte Millionen Nutzer, die man auf diesem Weg erreichen kann, sind keinesfalls zu verachten.
tags: fremdsprachiges Internet, Mehrsprachigkeit, Social Media



Neuen Kommentar posten